Test Heizweste Ostermeier Jagd: Symbiose von High-Tech und Klassik
Beheizbare Westen werden heute gern benutzt, denn sie geben Wärme ab, ohne stark aufzutragen. Meistens sind sie aus modernen Kunstfasern gefertigt. Wer es gern traditionell mag, wird bei Ostermeier Jagd fündig. Wir haben die Lodenweste eingehend getestet.
Die Weste besteht aus einem feinen Merinoschurloden der Firma Leichtfried-Loden aus Österreich. Der Loden ist temperaturausgleichend, schmutz- und wasserabweisend und außerordentlich scheuerfest, wie wir nach mehrmonatigem Test feststellen konnten. Die Weste ist leicht abgesteppt und an sich schon recht warm. Ideal zum Darunterziehen im Winter oder im Herbst als Oberbekleidung. Das Innenfutter besteht aus Polyester. Auf Knopfdruck wird bei kaltem Wetter die Heizfunktion aktiviert. Es kann zwischen 3 Temperaturstufen gewählt werden. Diese werden durch die Farben Rot, Grün und Blau angezeigt, in denen dann der Einschaltbutton leuchtet. Gestartet wird in der höchsten Stufe, jeder Knopfdruck schaltet dann eine Stufe runter und von der untersten Stufe dann wieder auf Rot. Wie bei den meisten Heizwesten leuchtet der Button recht hell, was bei der Jagd auch schon mal stören kann. Hier hat man bei Ostermeier mitgedacht und einen "Ghost-Modus" eingebaut. Über einen kleinen Schieber am Button wird die Anzeige ausgeschaltet, sodass die farbigen LEDs bei Dunkelheit nicht stören. Ein Gummizug im Saum sorgt für eine gute anliegende Passform und der hohe Kragen, bei dem der Reißverschluss bis ganz nach oben reicht, ersetzt den Schal.

Heizelemente vorn und hinten
Im Rücken und links und rechts im Brustbereich sind die Heizelemente eingelegt. Trotz Heizelemente kann die Weste gewaschen werden, allerdings, wie bei Loden üblich, nur Handwäsche und nicht in den Trockner geben oder bügeln. Die Weste verfügt über eine Innentasche für den Akku und zwei außenliegende Seitentaschen für die Hände. Alle Taschen haben einen Reißverschluss. In der Innentasche befindet sich ein wasserdichter USB-Stecker, über den eine handelsübliche Powerbank für die Stromversorgung angeschlossen werden kann. Teure Spezial-Akkus werden nicht benötigt. Ostermeier bietet eigene Powerbanks an, die sogar über eine digitale Ladestandanzeige verfügen und eine Kapazität von 10.000 MA und abgerundete Ecken, speziell für das Tragen in Heizsystemen haben. Mit 59 € sind die aber nicht ganz billig, im Elektronikmarkt gibt es 10.000 MA Powerbanks auch schon für die Hälfte.

Aus der Praxis
Die Verarbeitung ist sehr gut und die Weste liegt eng an. Hier auf die Größe achten, die Weste muss gut anliegen und man sollte nicht zu viel darunter tragen, damit die Wärme gut aufgenommen wird. Ein dünnes Merinoshirt ist ideal. Besonders bei Drückjagden ist eine beheizbare Weste eine tolle Sache. Die erste Zeit auf dem Stand braucht man keine zusätzliche Wärme, vom Anmarsch ist man erst mal gut aufgeheizt. Wenn es dann kalt wird, einfach Einschalten und es wird angenehm warm. Deutlich bequemer als eine dick auftragende Fleecejacke aus dem Rucksack zu holen und unterzuziehen. In der höchsten Stufe wird es schon sehr warm, die braucht man wohl nur bei deutlichen Minustemperaturen. Die mittlere Stufe hat sich als ideal erwiesen. Angenehm warm und der Akku hält 6-7 Stunden. Bei langen Ansitzen kann man ja auch eine weitere Powerbank mitnehmen. Die traditionelle Optik ist natürlich auch ideal für den Stammtisch oder das Schüsseltreiben.
Die Heizweste kostet 429 € und ist im Onlineshop von Ostermeier Jagd ostermayer-jagd.com oder im Fachhandel erhältlich.