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Revier-Bilder
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Wald und Feld Je mehr Wald ein Revier hat, desto einfacher und meist auch erfolgreicher gestaltet sich die Bejagung. Wichtig für die angestrebten Jagd-Freuden ist aber nicht allein ein großer Waldanteil, sondern auch dessen Lage und Aufteilung im Revier. Deshalb heißt es vor einer Pacht, sich die Wald-Qualität gut anzuschauen. Jagdlich reizvoll und nachhaltig sind aufkommende Natur-Verjüngungen. In einem solchen Wald können Sie auch noch in einem Jahrzehnt jagen. Ich habe mir die Waldungen in meinem neuen Revier sehr sorgfältig angesehen. Neben begrenzt interessantem Hochwald gibt es viele Buchen- und Fichten-Naturverjüngungen. Das macht Hoffnung auf Jagdfreuden:
Bei diesen Bildern schlagen zwei Herzen in des Jägers
Brust. Unser Revier verfügt über eine Waldfläche von ca. 220 Hektar. Wegen der zentralen Lage des Dorfes liegt der Wald recht zerstückelt an den Rändern des Reviers. Mehr dazu in den nächsten Wochen. Das Feld In Zeiten reicher Niederwildbesätze hatten auch reine Feldreviere einen hohen Reiz. Hier hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aber vieles zum Nachteil verändert. Konnten vor drei Jahrzehnten noch 50, 60 Hasen anlässlich der Herbstjagd erlegt werden, verzichten wir inzwischen auf die Hasenjagd. Im Feld jagen wir heute nur noch auf Fuchs und Reh und bis zur Feldernte auf Schwarzwild. Das Panorama zeigt einen Ausschnitt des NO-Reviers mit weiten Feldbereichen, Windschutzstreifen und kleinen und größeren Schwarzdornhecken. Hier jagen wir im Sommer auf Rehwild und Sommersauen. Das weite Feld ist im Winter immer gut für einen erfolgreichen Fuchsansitz. Die etwa 430 ha große landwirtschaftliche Fläche unseres Reviers ist bestimmt durch die umfangreiche Milchwirtschaft. Neben dem Getreideanbau bestimmt der Maisanbau die Feldlagen des Reviers. Schon jetzt kann man im Feld erkennen, wo 2005 die gefährlichsten Revier-Ecken heranwachsen werden. Schon jetzt stellen wir uns auf die Jagd um den Mais ein. Bleiben Sie dabei. Die Wiesen Vor einigen Jahren pflügten die Landwirte in den Taunusrevieren zahlreiche Wiesen, um in den Genuss von EU-Förderungen für anteilige Flächenstilllegungen zu kommen. Damit schränkten sie den Lebens- und Äsungsraum unseres Wildes deutlich ein. Inzwischen ist eine Rückbesinnung erfolgt. Die alten Wiesen sind heute wieder eingesät und bieten dem Wild Lebensraum und Äsung. In unserem Revier stehen die Wiesen dem Wild nur begrenzt zur Verfügung. Viele Wiesen liegen abseits der Einstände und sind für das Wild nur schwer zu erreichen. Andere einstandsnahe Wiesen werden vom Frühjahr bis in den späten Herbst intensiv beweidet und bieten dem Wild deshalb nur wenig Äsung. Einzelne Wiesen und kleine Wiesentäler werden jedoch zur Heumahd genutzt und bieten auch dem Rehwild beste Äsung über weite Teile des Jahres. Das Dorf Siedlungen beeinträchtigen den Jagdbetrieb unterschiedlich. in der Jagd stören zwangsläufig. Heute weitaus mehr als früher. Wenn Sie eine Jagd pachten wollen, sollten Sie sich unbedingt die Lage der Siedlung und der Siedlungsteile zu den einzelnen Revierteilen ansehen. Dabei empfiehlt es sich auch auf den Lebensrhythmus der Bewohner der Siedlungsgebiete zu achten. Dort wo viele Neubauten oder auch vermietete Häuser stehen, müssen Sie mit einer Vielzahl von Freizeit-Aktivisten rechnen.
Die abgegrenzte Größe einer Siedlung ist die eine Sache, die Fläche, in die sie ausstrahlt, ist die andere. So habe ich denn auch hier auf der Karte die eigentliche Siedlungsfläche, also den befriedeten Bezirk erweitert um den Ausstrahlungsbereich der Siedlung mit seinen Gärten, mit den Sportanlagen etc. Jagdpraktisch heißt das: Rund um die ca 100 ha große Siedlung liegt ein Mischgebiet (hier hellgrau unterlegt) von Siedlung, Gärten und Freizeitanlagen in einer Größe von weiteren 100 ha. Dieses randgebiet ist für die Jagd de facto nicht nutzbar. Die zentrale Lage und die Größe des Siedlungsgebietes teilen das Revier in 4 Bereiche. Ich werde Ihnen die einzelnen Jagd-Areale vorstellen. 4 Hektar Wasser? 4 ha Wasserfläche sind im Pachtvertrag für das Revier ausgewiesen. Wer jetzt denkt, er könnte an einem 40.000 qm großen Teich seine Enten schießen, irrt. Die auf den ersten Blick relativ große Wasserfläche ergibt sich aus der Addition der Flächen kleiner Bachläufe, von denen keiner breiter als 1 Meter ist. Also : Trotz großer Wasserfläche gibt es keine Möglichkeit, auf Enten zu jagen.
Das Bild zeigt die Revierteile von Wachhecken-Küppel, Kleiner Kleiner Weinbach und Ölpfuhl.. Unter den Weiden im Vordergrund liegt neben einer kleinen Quelle auch eine regelmäßig angenommene Suhle.Von der Kanzel im Hintergrund überschaut man das ganze Tal. Das gemeinsame Vorkommen von Feld, Wiese und Heckenwald am westlichen Revierrand spricht für gute Jagdmöglichkeiten auf Rehwild auf regelmäßiges Vorkommen und Schwarzwild.
Der Wachheckenküppel ist die windigste Ecke im Revier. Nicht grundlos stehen hier drei Windkrafträder. Wegen der fehlenden Einstände kann ich nicht sagen, ob sich Windräder negativ auf Wild und Jagd auswirken. Insgesamt trifft man im Umkreis von 300 Metern wenig Wild an. Verbiss und Schadstellen im Weizen zeigen aber, dass sich zumindest zeitweise Wild dicht an den Windrädern aufhält. Ein wenig entfernt in den Wiesen der kleinen Talsenke und in dem kleinen Galeriewald im Hintergrund trifft man häufig auf Rehwild und gelegentlich auch auf Sauen.
Von der Reviermitte aus überschaut man fast das ganze östliche und nördliche Revier. Während im östlichen Revier der Feldanteil überwiegt, verfügt der nordwestliche Revierteil über ein ansehnliches nach Südosten ausgerichtetes Waldstück Dahinter erstreckt sich ein etwa 400 Meter breiter Feldstreifen des Birkenfeldes bis hin zu den drei Nachbarrevieren. Die geschützte Südostlage des kleinen Waldgebietes Schnallenberg mit seinem dichten Unterwuchs machen diesen bewaldeten Talhang zu einem von Schwarz- und Rehwild gerne angenommenen Einstand. Die beiden Bilder zeigen in einem nicht ganz korrekten Panorama das Birkenfeld im Nordwesten des Reviers. Obwohl das Birkenfeld vor allem Lebensraum für Rehwild ist, ziehen die Wiesen des Birkenfeldes seit einigen Jahren im Frühjahr und Herbst das Schwarzwild magnetisch an. Wahrscheinlich sind die ungezählten Maikäferengerlinge im Umfeld der Birken Anlass für die nicht unbeträchtlichen Wiesenschäden. Hier zeigt sich wieder einmal, wie gut gemeinte Maßnahmen - hier das Anpflanzen von Birken als Windschutzgehölz - ins Negative umschlagen. Ein rechter Grenzbock - Jagdlich sind wir in diesem Areal noch unzureichend vertreten. Die alte Leiter in der äußersten Birke ist schon abgebaut und wird in den nächsten Wochen durch eine kleine Feldkanzel ersetzt. Am Birkenstreifen am rechten Bildrand haben wir schon eine kleine Feldkanzel errichtet, werden diese aber auf Bitten des dort wirtschaftenden Landwirts versetzen müssen, um mehr Wenderaum für Pflug und Mähdrescher zu schaffen.
Am nordöstlichen Rand des Reviers erhebt sich der Hühnerküppel. Namensgeber waren aber weniger die vielleicht früher einmal vorkommenden Rebhühner, als die vor etwa 3000 Jahren auf dem Küppel angelegten, inzwischen aber untergepflügten Hünengräber. Der Hühnerküppel ist Zentrum einer kleinen Karnickelpopulation und Einstand für Rewild. Auch Fuchs und Dachs sind dort oben heimisch. Vom Frühjahr an bis zur Ende der Maiszeit ist der Hühnerküppel Brückenkopf für die Feldbesuche des Schwarzwildes. Rund um den Hühner-Küppel liegen ausgedehnte Felder, die bevorzugt mit Getreide und Mais bebaut werden. Der mit Schwarzdorn bewachsene Küppel ist etwa 370 m hoch. Er bietet Einstand für Rehwild, Hase, Fuchs und Kanin. Immer wieder nimmt auch Schwarzwild seinen Einstand in dem unzugänglichen Hecken-Komplex. Im Süden des Reviers liegen die beiden großen Waldgebiete. Nördlich der Straße der Buchenhochwald mit aufkommenden Buchen-Rauschen, südlich der Straße der Fichtenwald mit kleinen und großen Dickungen, dazwischen ein feuchtes Wiesental mit reichlich Äsung. Am südlichen Rand des Reviers liegt der interessanteste Einstand. Die Kombination von Altfichten und Fichtenverjüngungen im Hartmannsholz bietet Äsung und Deckung gleichermaßen. Die staunassen Tonböden bieten Suhlen im Überfluss. Dem Waldgebiet vorgelagert ist das Grubenfeld mit intensivem Maisanbau. Im winterlichen Reifkleid strahlt das Feld Ruhe und Frieden aus. Einzelne Bäume säumen den mittleren Feldweg. Die geschlossene Kanzel in dieser Position ist Indiz für erzwungene Jagd bei alen Wetterverhältnissen. Zur Maisaussaat und zur Maisreife gilt hier höchste Alarmstufe.
Im Süden des Reviers liegen die beiden großen Waldgebiete. Nördlich der Straße der Buchenhochwald mit aufkommenden Buchen-Rauschen, südlich der Straße der Fichtenwald mit kleinen und großen Dickungen, dazwischen ein feuchtes Wiesental mit reichlich Äsung.
Über zwei Jahrzehnte hat die Weiherwiesenkanzel auf den Ständern. So idyllisch sie steht, ihre Zeit ist gekommen. Wir haben sie für dieses Jahr noch einmal stabilisiert und gesichert, im nächsten Jahr werden wir sie abbauen müssen. Am südlichen Rand des Reviers liegt der interessanteste Einstand. Die Kombination von Altfichten und Fichtenverjüngungen im Hartmannsholz bietet Äsung und Deckung gleichermaßen. Die staunassen Tonböden bieten Suhlen im Überfluss.
Im Süden des Reviers liegen die beiden großen Waldgebiete. Nördlich der Straße der Buchenhochwald mit aufkommenden Buchen-Rauschen, südlich der Straße der Fichtenwald mit kleinen und großen Dickungen, dazwischen ein feuchtes Wiesental mit reichlich Äsung. Anfang August konnte ich diesen Bock im Hartmannsholz beobachten und auch fotografieren. Wegen der schlechten Lichtverhältnisse und des hohen Zoom-Faktors sind die Bilder nicht tagesscharf. Zur Übung habe ich den Bock mit der Büchse anvisiert und einige Male erlegt. Sein Gesicht, seine Figur und die noch relativ schwachen Rosen haben ihn aber vor der sicheren Kugel bewahrt.
Der Kirchküppel ist die höchste Erhebung im Revier. Mit seinen 384 Höhenmetern überragt er auch deutlich die Hochfläche von Hartmannsholz und Schellern. Etwas unterhalb des Küppels steht die Grüne Kanzel. Von ihr habe ich im Januar mein erstes Stück Schwarzwild im neuen Revier geschossen. War der Kirchküppel über Jahrzehnte die ertragreichste Ansitzplatz im Revier, hat dieser Platz angesichts der verlagerten Einstände und veränderten Jagdmethoden heute viel von seiner früheren Bedeutung verloren.
Mit Grenzen habe ich kein Problem. Nicht dass ich mich nicht an Grenzen halte. Ich denke, vernünftige Männer, vernünftige Jäger, sollten die Jagd an Grenzen nach den Erfordernissen der Jagdpraxis und der Jagdgerechtigkeit halten und gestalten. Rein praktisch bedeutet das, dass man seine Jagd auf die Zentren des Reviers konzentriert. Aber wenn, und wo es einmal nötig ist, kann man ruhig auch enmal im Grenzbereich jagen und schießen. Ein Grenzweg, der keiner ist. Die eigentliche Grenze zwischen unserem bewaldeten Revierteil und dem nach Westen anschließenden Feldrevier der Nachbarn liegt etwa 5 Meter im Wald. Wir nutzen den am Rande des Nachbarreviers liegenden Weg deswegen nur gelegentlich tagsüber, wenn wr den südöstlichen, sonst unzugänglichen Revierteil, anfahren müssen. Vom späten Nachmittag an bis zum nächsten Tag ist Jagdzeit für die Nachbarn. Dann ist der Weg für uns tabu. Den Grenzweg im Südosten teilen wir uns mit dem Forstamt Weilmünster. Kurioserweise springt die Grenze mehrfach im Laufe des Weges von der einen zur anderen Wegseite. Theoretisch dürften wir den Grenzweg nur abschnittsweise benutzen, während die Forstbeamten als Amtspersonen den Weg über die ganze Strecke benutzen dürften. Auch hier gilt Augenmaß. Beide Seiten nutzen den Weg gleichberechtigt. Mit markanten Steinen hat seinerzeit die Fürst Wiedsche Verwaltung |