|
Pirschpfade
|
Pirschpfade
Üblicherweise werden Pirschpfade heute nur noch als Zuwege für Hochsitze oder Schirme angelegt und freigehalten. Regelrechte Pirschpfadnetze sind in einem normalen Jagdbetrieb nicht zu unterhalten. Zudem sind die Wegenetze in unseren Revieren inzwischen so dicht, daß wir alle entscheidenden Stellen des Reviers auch so bequem erreichen können. Pirschpfade haben zudem in unserer Zeit einen großen Nachteil: erstens stören wir selbst das Wild, wenn wir zu allen möglichen Zeiten durch unser kleines Revier auf verschwiegenen Pfaden pirschen, zweitens locken wir mit diesen Pirschpfaden eine Reihe von Waldgängern in die stillen Bereiche unseres Reviers hinein. Beschränken wir uns also lieber auf die Zuwege zu wichtigen Hochsitzen, das reicht! Wer bessere Bedingungen hat, kann sich ruhig ein Pirschpfadnetz anlegen oder anlegen lassen. Pirschpfade müssen mit dem Rechen oder Fächerbesen ständig frei gehalten werden. Dies ist leichter, wenn wir einmal eine gute Grundlage schaffen. Dazu legen wir mit der Wiedehopfhacke einen Grassoden nach links,den anderen nach rechts. Schon haben wir einen gut begehbaren kleinen Graben. Die Erhöhungen durch die Grassoden verhindern, daß ständig Laub und Äste auf den Pirschpfad getrieben werden. Übrigens kehren wir Laub uns Äste so zur Seite, daß sie nicht bei der Hauptwindrichtung gleich wieder auf unserem Pirschpfad landen. Das heißt ganz einfach: wir kehren alles Laub und alle Zweige auf die Nord- oder Ostseite des Pirschpfades. Dann treiben die vorherrschenden Südwestwinde das Laub vom Pirschpfad weg. |