Mobile Ansitze H-Kanzeln A-Kanzeln Profi-Kanzeln Baum-Kanzeln Dreiecks-Kanzel
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Wenn Wind und Wetter den Ansitz auf einer Leiter
erschweren,
ist der Jäger froh, von einer schützenden Kanzel aus das Wild beobachten und jagen zu
können. |
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Haftung ausgeschlossen:
Alle beschriebenen Hochsitze, Ansitzleitern und Reviereinrichtungen haben sich in
dieser Konstruktion in vielen Revieren des nördlichen Taunus über Jahrzehnte bewährt.
Wegen der vielen Unwägbarkeiten hinsichtlich des verwendeten Materials, konstruktiver
Eigenheiten und individueller Verarbeitung ist jede Haftung verständlicherweise
ausgeschlossen. |
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Links eine offene Kanzel im Wald. Wer auf dieser
Kanzel sitzt hört auch das leiseste Knacken anwechselnden Wildes. Die Kanzel rechts steht
im Wildschadensbereich im Feld. Weil man in Schadensgebieten auch bei schlechten
Wetterverhältnissen ansitzen muss, richtet man sich auch schon einmal auf einer rundum
geschlossenen Kanzel ein. Für schöne Ansitztage ist die geschlossene Kanzel mit Podest
und Sitz die angenehmere Lösung. |
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Kanzeln bieten mehr Platz und mehr Schutz als
Ansitzleitern. Es gibt viele Vorschläge für die Konstruktion von Kanzeln. Die
wichtigsten sind hier kurz aufgeführt. Aus der Vielzahl der Konstruktionen hebt sich die
Standardkanzel ab. Ihre Konstruktion ist materialsparend, standsicher und sie erlaubt alle
gewünschten Aus- und Aufbauten. Sie kann als offene Kanzel, als gedeckte oder
geschlossene Kanzel, als Podestkanzel oder als Kanzel mit Bodenaufstieg ausgeführt
werden. Natürlich eignet sich die Kanzelkonstruktion auch für die Aufnahme einer
vorgefertigten Baukastenkanzel. Ihre Konstruktion ist in vielen Revieren erprobt und
bewährte sich auch bei stärksten Stürmen. |
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Bewährte Maße: Die Kanzeltiefe
Kanzeln sollten auf keinen Fall tiefer als 120 cm sein. Davon entfallen auf Sitzbank
und bequeme Rückenlehne 60 cm, der Rest ist Fuß- und Bewegungsraum. Tiefe Kanzeln
erschweren die Übersicht und den sicheren Schuß. Die Kanzelbrüstungen sind, wie bei
Geländern vorgeschrieben, etwa 90-100 cm hoch anzulegen. Wenn das Gelände es verlangt,
werden die Brüstungen vorteilhaft der Geländeneigung angepaßt. So kann es je nach
Geländeverhältnissen sein, dass alle 4 Brüstungen unterschiedlich hoch sind.
Die Kanzelbreite
Die Kanzelbreite ergibt sich aus den Anforderungen. Grundsätzlich sollten sie für
zwei Personen ausgelegt sein, also etwa 120 - 150 cm breit sein. Eine breitere Kanzel ist
nur dann angebracht, wenn sie auch als Familien- oder Schlafkanzel genutzt werden soll. In
Wildschadensgebieten sind Schlafkanzeln ebenso wichtig wie in Revierteilen, in denen wir
die Zeit zwischen Spätansitz und Frühansitz überbrücken wollen, ohne das Wild durch
den zwischenzeitlichen Heimweg zu beunruhigen. Schlafkanzeln sind mit einem Grundmaß von
180 cm auch für große Jäger ausreichend bemessen.
Die Kanzelhöhe
Damit die Kanzel Wind und Sturm nicht unnötig viel Angriffsfläche bietet, sollte sie
keinesfalls höher als 2 m sein. Ein vorderes Maß von 170 cm und ein hinteres Maß von
180 cm sind für den Ansitz völlig ausreichend. Das Dach wird sinnvoll immer zur
Vorderseite der Kanzel geneigt. So schirmt es Sonnen- wie Mondlicht ab und schützt auch
besser gegen einfallenden Regen oder Schnee.
Sitzbank und Rückenlehne
Die Sitzbänke mancher Kanzeln und Leitern sind wahre Folterbänke. Insbesondere für
sitzgeschädigte Menschen. Grundsätzlich orientieren wir uns an den Erkenntnisen der
Stuhl- und Möbelhersteller. Die Sitzhöhe ist bemessen wir mit 45 cm, also 43 cm
Konstruktionshöhe plus 2 cm für die Sitzbretter. Die Sitzbank soll dabei maximal 50 cm
tief sein. Sie wird geringfügig nach hinten geneigt und ihre Vorderkante ist abgerundet,
damit Sie nicht einschneidet. Zu einer vernünftigen Sitzbank gehört eine Rückenlehne.
Die Rückenlehne reicht je nach Größe des Jägers 40 bis 50 cm hoch, so daß sie auch
als bequeme Armauflage dienen kann. Die Neigung der Rückenlehne ermitteln Sie mit einer
Sitzprobe.
Ein von der Rückenlehne zur Brüstung lose aufgelegtes Brett kann eine hervorragende
Schießhilfe sein. |
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Kanzeln in taunus-typischer Bauweise, eine Feldkanzel,
eine Baumkanzel und eine Hochwildkanzel. |
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Die H-Kanzel im Modell
In niedriger Bauweise gut geeignet als kleine Feldkanzel oder Drückjagdkanzel,
in hoher Bauweise als Hochwildkanzel. |
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Das vorbereitete Kanzelherüst kann nun an jedem
beliebigen Platz aufgestellt werden. Ohne Bretter, Brüstung etc. kann ein kräftiger mann
den Kanzelbock anheben und aufstellen. Wenn der Basis-Bock fertig und aufgestellt
ist, gehen wir daran, Kanzelboden, Kanzelbank und Kanzelbrüstung herzurichten. Bis dahin
haben wir uns die drei großen unterschiedlichen Sitzkonstruktionen offen gehalten. Je
nach unseren bevorzugten Interessen können wir die Kanzel jetzt mit einem Frontaufstieg,
mit Seiteneinstieg oder mit Inneneinstieg konstruieren. |
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Nachdem die Stangen für Kanzel und Leiter maßgenau
geschnitten und ausgelegt waren, brauchte ich weniger als 2 Stunden, um das Kanzelgerüst
und die Anstellleiter zu nageln. Inzwischen haben wir eine Reihe weiterer H-Kanzeln gebaut
und aufgestellt. Wenn man die Maße einmal verinnerlicht hat, gibt es keinen Kanzel-Typen,
der einfacher und schneller zu bauen und aufzurichten ist. Ich war früher ein Fan von
Ansitzleitern. Inzwischen bevorzuge ich, wo immer möglich, den Bau der einfachen
H-Leiter. Ihr Bau dauert kaum länger als der einer Leiter, der Materialverbrauch ist nur
geringfügig größer, sie lässt sich auch dort leicht und sicher aufrichten, wo kein
Baum als Stütze verfügbar ist. Dazu ist sie dank ihrer inneren Stabilität auch relativ
leicht auf normalen PKW-Anhängern zu transportieren. Schließlich lässt sie sich durch
angepasste Änderungen der Querhölzer ganz einfach in der Größe variieren. Zwei
H-Kanzeln mit je 3 Metern Bodenhöhe habe ich für das Schwarzwild-gefährdete Birkenfeld
vorbereitet, drei weitere mit Bodenhöhen von 4,50 bzw. 5 Metern im mittleren
Hartmannsholz. Wenn diese drei Kanzeln aufgerichtet und mit Boden, Bank und Brüstung
versehen sind, wenden wir uns der A-Kanzel zu. Dach und Verkleidung folgen, wenn sich der
Standort im Jagdgebrauch bewährt hat. |
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Sind die Seitenteile fertig, werden sie aufgerichtet und gestützt.
Mit 4 Querhölzern, 2 inneren und zwei äußeren Diagonalhölzern wird das Gerüst
komplettiert und stabilisiert. Rechte Winkel erhält man mit einem eingelegten Holzwinkel
oder einer Schmiege (siehe rechtes Bild) |
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Als Sprossen für die Leiter verwende ich heute fast
nur noch mit der Motorsäge halbierte Rundstangen in Längen von 60-70 cm. Stangen mit
einem Durchmesser von 8-10 cm liefern so Sprossen, die leicht und sicher aufzunageln sind,
die eine scharfe Griff- und Trittkante haben. Diese Sprossen machen Leitern besonders
sicher. |
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Die Multifunktions-H-Kanzel |
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Ich persönliche ziehe den Bau von rechteckigen
Kanzelgerüsten dem Bau konisch ausgerichteter Kanzeln vor. Das hat seinen Grund in meiner
Neigung, Kanzeln und Leitern auch schon einmal alleine zu bauen und aufzustellen. Kanzeln
und Leitern, die man alleine aufstellt, müssen möglichst Material sparend gebaut werden.
Nur so kann ein einzelner Mann sie bewegen und auch aufrichten. Über später angebrachte
Stützstreben erreiche ich dann eine innere und äußere Stabilität, die der Stabilität
konisch gebauter Kanzeln zumindest ebenbürtig, in meinen Augen sogar überlegen ist.
H-Kanzeln kann man nach gleichem Prinzip in jeder sinnvollen Höhe
bauen. War ich vor Wochen noch sehr überzeugt von den einfach zu bauenden
Dreieckskanzeln, so gewinne ich immer mehr die Überzeugung, dass kompakte 4ecks-Kanzeln
vorteilhafter zu bauen sind. H-Kanzeln bieten mehr Platz zum Sitzen und kommen mit
kürzeren und damit preiswerteren Brettern für Boden und Sitz aus.
Heute habe ich den Prototyp für eine Reihe von kleineren und
größeren H-Kanzeln gebaut. Beim Bau geht es mir um eine möglichst optimale Normierung
der Teile, um mit möglichst wenig Material möglichst viel Kanzel bauen zu können.
Aus Gründen bequemen Sitzens habe ich mich für eine H-Kanzel mit
einer Bodenfläche von 120x120 cm entschieden. Von Kanzeln mit diesen Brüstungsmaßen
kann man auch mit guter Auflage in alle Richtungen schießen. Dieses Maß bedeutet, dass
Bodenhölzer und Brüstungshölzer auf exakt 120 cm geschnitten werden. Das macht den Bau
einfach. Die Stangenlänge wählen wir nach den örtlichen Gegebenheiten und jagdlichen
Bedürfnissen.
Fünf Gründe haben mich bewogen, zunächst eine kleine Serie
von H-Kanzeln mit einer Brüstungshöhe von 360 cm zu bauen.
Die meisten der übernommenen Leitern und Kanzeln im Revier sind
marode und stehen an Plätzen, die waldbaulich und jagdlich überholt sind.
Aus diesem Grund möchte ich die Jagd während des ersten Jagdjahres
mit relativ mobilen Kanzeln bestreiten. Erst wenn sich die Ansitzplätze bewähren, werden
hie und da noch einzelne feste und evtl. auch höhere Kanzeln gebaut.
Das Material für 360 cm hohe H-Kanzeln ist noch leicht mit dem PKW
zu transportieren. Die Kanzeln sind leicht zu bauen, verlangen wenig Material und sind
leicht umzusetzen. Sie können während der Maiszeit im Feld stehen, für die Bockjagd an
eine stille Wiese gefahren werden.
360 cm hohe H-Kanzeln können in Herbst und Winter als sichere und
komfortable Drückjagdstände genutzt werden. Bei einer offenen Brüstungshöhe von 360 cm
lässt sich gut und sicher auf vorbeiwechselndes Wild schießen. Kürzt man die
Kanzelfüße, kann man auch, wenn nötig, die Höhe der Kanzel ein Stück reduzieren.
360 cm hohe offene H-Kanzeln lassen sich mit wenig Aufwand zu
geschlossenen Kanzeln mit einer Brüstungshöhe von ca. 460 cm aufrüsten. Es ist
konstruktiv auch kein Problem, die Kanzel mit Innenaufstieg oder auch mit einem Podest zu
versehen. Alle Optionen bleiben offen. |
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Die Bauanleitung |
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Wir schneiden 4 gleich lange Stangen von 360 cm Länge und legen Sie
nebeneinander aus.Wir schneiden insgesamt 14 Querhölzer von je 120 cm Länge und flachen
sie an den Enden an.Vom oberen Ende gerechnet nageln wir die Querhölzer bei 350 cm, 250
cm und 100 cm auf.Der Einfachheit halber nutzt man den ersten Rahmen als Schablone für
den zweiten Rahmen.Ist der erste Rahmen fertig, richten wir ihn rechtwinklig aus und
stabilieren ihn mit einer Diagonalstrebe. Stimmt der Winkel, werden die Rahmen mit
Diagonalhölzern versteift.Im nächsten Schritt richten wir die beiden Rahmen senkrecht
auf und stützen sie nach links und rechts mit einer angehefteten Stange.Ohne messen zu
müssen können wir jetzt die weiteren Querhölzer aufnageln. Ihre Länge von einheitlich
120 cm ergibt gleichmäßgen Abstand.Bevor wir die stabilisierenden Diagonalhölzer in die
offenen Rahmen nageln, richten wir die gesamte Konstruktion möglichst winklig aus.Im
nächsten Schritt nageln wir die Leiter. Sie wird von außen an die Kanzel angestellt. Die
Leiterholme längen wir bei 330 cm ab. Sie müssen später je nach Neigung der Leiter noch
ein wenig gekürzt werden. Bei einem Sprossest die Leiter fertig, wird die Kanzel
endgültig ausgerichtet und in die Waage gesetzt. Dann wird sie nach drei Seiten mit
Stützstreben und nach der 4. Seite mit der Leiter fixiert. Bevor wir die Bodenbrette
aufnageln, ziehen wir zur Sicherheit bei 60 cm noch eine Mittelstrebe in den Kanzelboden
zur Stabilisierung der Trittbretter ein. Zulezt nageln wir die Diagonale in den
Bodenrahmen und in den Kanzel-Bodenrahmen ein. Jetzt steht die Konstruktion bombenfest und
kann aufgerichtet werden. Nun können wir daran gehen, den Boden, die Brüstung und die
Sitzbank einzuziehen. Am Abend können wir uns erstmals ansetzen. Vom
Entwurf zur Kanzel: Zunächst schneiden wir die benötigten Standstangen,
.Streben, Leiterholme und Leitersprossen. Dann fahren wir sie an Ort und Stelle, richten
die Baustelle ein und legen los: |
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Wir begleiten den Bau der Kanzel als Modell im Studio wie auch in
verschiedenen größen im Revier. Die Standstangen für die transportable Kanzel
messen je nach Standort 300-400 cm. Die Standstangen werden ausgelegt, die Bauteile der
Leiter gerichtet, die Streben geschnitten. Ich bevorzuge Streben und Träger von 120cm
Länge. Diese Länge gibt ein gutes Grundmaß.Auf unserem Raster legen wir die
Standstangen aus. Hinsichtlich der Kanzelhöhe sind wir variabel. Von der Gesamthöhe
beträgt der Sitzbereich vom Boden bis zur Kanzelbrüstung 100 cm.Zunächst nageln
wir die Fußstreben, die Bodenträger und die Brüstungsstreben auf die Standstangen. Wir
richten die Konstruktion winklig aus und nageln Querträger zur Stabilisierung
auf.Mittels des rechten Winkels wird der Winkel zwischen Standstange zu Querstangen genau
festgelegt.Stimmt der Winkel, werden die Rahmen mit einer Diagonalstrebe versteift.Ist der
erste Rahmen fertig, erleichtert es die Arbeit, wenn man den zweiten auf dem ersten
nagelt.Im nächsten Schritt richten wir die Rahmenteile auf und fixieren sie provisorisch
mit zwei Dtützstreben.Stehen die beiden kanzelrahmen fest, können die restlichen Streben
und räger eingenagelt werden.Die wacklige Konstruktion wird mittels Querstrebe im
Fußrahmen, im Rahmen des Kanzelbodens und ...in den beiden noch wackligen
Seitenrahmen fixiert. Ist die letzte Querstrebe eingearbeitet, ist das Kanzelgerüst so
stabil, dass es transportiert bzw. am Ort der Wahl aufgerichtet werden kann.Die
abgebildete Konstruktion kann von einem Mann innerhalb 2, höchstens 3 Stunden vorbereitet
und gerichtet werden. Die Leiter wir an das fertige Gerüst angenagelt. Sie soll nicht
flacher als 70° stehen. Sie dient gleichzeitig als Stütze der Kanzel.In der nächsten
Woche nehmen wir uns die verschiedenen Varianten des Sitzbereichs vor: Anstieg von vorne,
von der Seite, ....Das abgebildete Modell zeigt eine Kanzel mit Frontaufstieg. Dieser
Einstig ist sicher und komfortabel und ideal für Drückjagdsitze geeignet. |
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Wir richten unser Revier neu ein: |
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Unser neues Revier war über Jahre verwaist, weil kein Jäger sich
die Last und die Sorgen mit den riesigen Maisflächen antun wollte. Hinsichtlich der
Jagdeinrichtungen ist unser Revier eine Art Entwicklungs-Revier. Die alten, vom
Vor-Vor-Pächter stehen gebliebenen Leitern und Hochsitze sind defekt und nicht mehr
stabil. Die neueren Hochsitze hat der frühere Revierbetreuer abgebaut, um sie in
einem anderen Jagd-Belauf neu aufzubauen.
So bestand unsere Start-Einrichtung im Frühjahr aus 6 alten Kanzeln die mindestens 2,
eher 3 Jahrzehnte auf den Ständern hatten und einer Reihe unbrauchbarer unsicherer
und damit unbrauchbarer Ansitzleitern. Nun ist es Zeit, an den wichtigsten Punkten
neue Ansitz-Leitern und einzelne Kanzeln zu errichten.
Zur besseren Veranschaulichung baue ich alle zukünftigen Kanzeln und Leitern im
Modell vor.
Die Abbildung zeigt eine der verschiedenen Varianten der H-Kanzel. Mehr dazu in den
kommenden Wochen. |
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Um einigermaßen für die Jagd gerüstet zu sein, haben wir dann auf
die Schnelle eine gute Handvoll Mini-Kanzeln gebaut, die einfach mit dem Anhänger im
Revier von Brennpunkt zu Brennpunkt gefahren und im Handumdrehen aufgestellt werden
können. Zugute kam uns auch, dass Frank ein geschickter und erfolgreicher Bodenjäger
ist. Er zieht die Jagd von Schirm und Ansitzstuhl jedem höheren Ansitz vor. Und dabei
jagt er sehr erfolgreich. Dank unseres Einsatzes und der kleinen Drückjagdkanzeln haben
wir den Mais gut über die Aussaat gebracht. Nun ist es Zeit, an den
wichtigsten Punkten Ansitz-Leitern und einzelne Kanzeln zu errichten. Weil der
Komplett-Aufbau des Reviers ein interessantes Thema ist, konnte ich www.stihl.de gewinnen, uns beim Aufbau des
Reviers zu begleiten und zu unterstützen. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir
zusammen mit Stihl eine Reihe verschiedener Kanzeln und Leitern bauen und dies auch hier
ausführlich in Wort und Bild dokumentieren. Damit beim Bau der H-Kanzel jeder Handgriff
sitzt, habe ich die H-Kanzel vorab schon einmal im Modell gebaut. |
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Die Ansitzmöglichkeiten in unserem neuen Revier sind zu einem guten
Teil veraltet, nicht mehr ganz sicher und stehen - weil sich der Wald ständig verändert
- vielfach auch nicht mehr am rechten Platz. Um uns auf die Mais-Zeit vorzubereiten,
beginne ich jetzt, nachdem der letzte Schnee geschmolzen ist, mit dem Bau einer Reihe
kleinerer Sitze, die ebenso zur Wildschadensabwehr wie auch als Drückjagd-Ansitze
geeignet sind. Gestern habe ich trockene Fichtenstangen geschnitten, heute habe ich mit
dem Bau der ersten beiden Sitze begonnen. Um in etwa eine Vorstellung der benötigten Zeit
zu gewinnen, notiere ich mir die Zeiten für die einzelnen Arbeit. Im ersten Einsatz baue
ich eine traditionelle kleine H-Kanzel mit einer Bodenhöhe von 2,50 m und einer
Grundfläche von 110x110 cm.Nach diesem Bau-Prinzip können auch höhere und größere
Kanzeln am Boden vorbereitet werden. |
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Die Podest- oder Balkon-Kanzel 
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Dies ist - auch wenn nicht alles so perfekt gebaut
ist - eine Kanzel, auf der ich gerne ansitzen würde.
Ich habe sie in einem Revier jenseits unserer Kreisgrenze fotografiert und möchte Sie
Ihnen auf Grund ihrer interessanten Bauweise vorstellen.
Zwar ist die Fichtendickung, in die sie hineingebaut ist, inzwischen
über sie hinaus gewachsen, doch konnten die von dieser Kanzel jagenden Jäger durch
Entastung so viel Ausblick schaffen, dass die Kanzel auch weiterhin jagdlich interessant
ist. Was mich persönlich reizt, ist die Möglichkeit, an schönen warmen und kalten Tagen
auf dem überdachten Podest anzusitzen und bei schlechtem Wetter die geschlossene Kanzel
aufsuchen zu können.Auffällig an der Leiter ist der eingezogene Mittelholm. Der kann
seinen guten Grund haben. der Mittelholm mindert die Bruchgefahr der Sprossen und ist
gleichzeitig eine hervorragende Sicherung gegen seitliches wegrutschen auf glatten
überbreiten Leitersprossen. Gut gemacht ! |
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Überbreite Leitern und Sprossen - Gut gemeint kann schlecht
gemacht sein ! |
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Immer wieder treffe ich auf Leiterkonstruktionen mit überbreiten
Sprossen. Bei Trockenheit und im Neuzustand mag eine solche Konstruktion noch tragbar
sein. Bei Nässe, Schnee und Eis und wenn die Sprossen vermoosen, werden breite Sprossen
extem gefährlich. Wer da keine absolut rutschfesten Schuhe hat, rutscht seitlich weg und
kann im extremfall von der Leiter stürzen. Ich habe im Revier von Freunden schone einige
Leitern durch eingezogene Mittelholme nachträglich sicherer gemacht. In meinem neuen
revier stehen auch mehrere Kanzeln mit viel zu breiten Ansitzleitern. Es wird meine erste
Aufgabe sein, diese durch mittelhole zu entschärfen. Überbreite Sprossen haben einen
weiteren Nachteil. Sie verlangen längere und vor allem dickere Sprossen. Die Sprossen
vieler Leitern sind dann zwangsläufig so dick, dass man sie mit der Hand nur noch zur
Hälfte umfassen kann. Wer hier mit den Füßen abrutscht, kann sich auch mit der Hand
nicht mehr halten. Sprossen müssen im Umfang so gewählt werden, dass man 2/3 ihres
Umfanges auch umfassen kann. Das sichert einen ausreichend festen Griff. |
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