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Jagd-Praxis
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Ihr Familienfriede sollte Ihnen einen Kocher wert sein. Haben Sie schon einmal in Küche oder Keller Trophäen abgekocht oder
Hundefutter zubereitet ? Sie brauchen je nach Platz nur noch ein Verlängerungskabel und einen einfachen billigen oder gebrauchten Topf und schon können Sie all das kochen, was in Küche und Keller nicht erwünscht ist. Unser Tipp:
Mein Traum sind nach wie vor große Vorstehhunde. Doch leider passen sie nicht mehr zu meinem Leben und auch nicht in mein Revier. Ich bin nicht mehr so beweglich wie früher und auch häufig unterwegs. Da ist ein Dackel einfach leichter zu halten. Zudem gibt es nichts mehr vorzustehen oder zu apportieren. Die Revierverhältnisse haben sich verändert. Hauptwildarten sind Rehwild und Schwarzwild. Füchse werden ebenfalls nur noch mit der Kugel geschossen. Dazu ist die Wirkung der modernen Geschosse so verlässlich, dass es in aller Regel nur kleiner Totsuchen bedarf. Bei guten Treffern vom Ansitz brechen die Stücke meist sofort zusammen. Gelegentlich machen sie aber auch noch einige Fluchten in die Dickung. Da braucht man auch bei tödlichen Schusszeichen einen Hund mit guter Nase. Biene hat eine gute Nase. Ich bilde sie für diese kleinen Nachsuchen aus. Sollte einmal eine größere Nachsuche anstehen, verlasse ich mich auf erfahrene Suchenführer mit Schwarzwildbracken oder Schweißhunden. Hier auf dieser Seite berichte ich über Bienes Ausbildung zum Schweißhund und über wichtige Aspekte für eine erfolgreiche Nachsuche. Mehr dazu demnächst.
Wenn Wild ruhig steht und die Schussentfernung nicht zu groß ist, liegt das Wild entweder im Feuer oder verendet nach einer kurzen Flucht. Wenn das aber einmal nicht so ist, heißt es, einen kühlen Kopf zu gewinnen oder zu bewahren und Folgendes konsequent zu beachten.
Wenn Sie diese Prinzipien beachten, haben Sie alles richtig und nichts falsch gemacht. Mehr dazu demnächst.
Suhlen und Malbäume
Suhlen gehört zu den liebsten Bedürfnissen und Beschäftigungen von Rot- und Schwarzwild. In Revieren mit lehmigen, tonigen Böden gibt es meist genügend Suhlen. Andernfalls helfen wir auch einfach ein wenig nach und stauen an feuchten Stellen geringfügig das Wasser, heben auch eine kleine Grube aus und bieten so künstliche Suhlen an. Jede matschige Pfütze kann bei Rot- oder Schwarzwildvorkommen zur Suhle umfunktioniert werden. Sollte die künstliche Suhle im Sommer austrocknen, müssen wir eventuell mit einer Fuhre Wasser Abhilfe schaffen. Wer Niederschlagswasser auffangen oder einen kleinen Bach anzapfen kann, hat diese Sorge nicht. Schwieriger ist es schon, in sandigen oder steinigen Revieren Suhlen anzulegen. Hier hilft oft nur die künstliche Suhle. Dazu müssen wir eine zimmergroße oder größere Fläche einen knappen Meter ausheben und eine Lage Beton einarbeiten, den wir mit einer Folie oder einem Anstrich abdichten. In diese schalenförmige Grube muß Lehm gefahren werden, der in Abständen, wenn der normale Niederschlag nicht ausreicht, mit einer Fuhre Wasser angefeuchtet werden muß. Graben wir die Grube tiefer, dann reicht auch Teichfolie ohne Beton. Sie muß so tief eingearbeitet sein, daß das Rotwild mit seinen Schalen die Folie nicht beschädigen kann. Wenn wir davon ausgehen,daß auf einen Quadratmeter rund 1/2 Kubikmeter Wasser füllt, kommen bei einer Suhle schon leicht 2 bis 3 Kubikmeter zusammen. Legen wir seitlich der Suhle, durch eine Einzäunung geschützt, noch 10 Quadratmeter Folie aus, liefert uns diese noch etwa 5 Kubikmeter Wasser im Jahr. Das dürfte auch für trockene Jahre reichen . Abschließend noch eins : Alle Suhlen sollten von Ästen und spitzen Steinen freigehalten werden, das Wild dankt es Ihnen durch regelmäßige Annahme. Zu jeder Suhle gehört ein Malbaum, an dem sich das Wild nach dem Bad in der Suhle scheuern kann. Malbäume sind für den kundigen Jäger wie ein aufgeschlagenes Buch. Er kann die Größe des Wildes daran ablesen, sieht ob Rot- oder Schwarzwild da war, kann zwischen Keiler und Bache unterscheiden, zwischen Kahlwild und Hirsch. Brandstellen im Wald haben schon immer auf alles Wild eine große Anziehungskraft, dort finden wir Asche und Holzkohlenteer. Dieser gilt als altes und bewährtes Heilmittel. Deshalb holen wir unseren Holzkohlenteer auch kiloweise aus der Apotheke oder vom Jagdversand. Mit einer alten Bürste, Plastikhandschuhe nicht vergessen - streichen wir den Holzkohlenteer an die Malbäume rund um die Suhle. Nicht an jeden, allenfalls an jeden zweiten oder dritten. Es wird nicht lange dauern, bis Rot- und Schwarzwild diese Bäume annehmen und aufsuchen. Damit der Teer nicht so leicht abgestreift wird, können wir senkrechte Rillen mit der Motorsäge in den Stamm fräsen. Das Wild kann den Teer so nicht abscheuern und wir müssen den Belag seltener erneuern. Wer keinen passenden Malbaum hat, kann sich einen Stamm, beispielsweise einen Abschnitt eines Telefonmastes in den Boden einlassen, mindestens aber einen Meter tief und mit Steinen festgepackt, sonst steht er nicht lange.Sobald sich auf schlammigen Wegen Pfützen bilden, finden sich die Sauen zum Suhlen
ein. Wer solche Strommasten im Revier stehen hat, kann sich jagdlich glücklich schätzen. Die geteerten Pfosten wirken wie Magnete auf Rot- und Schwarzwild. Höhe und Verteilung des Schlamms zeigen, dass sowohl Schwarzwild als auch Rotwild den Stmm aufgesucht haben. Darunter auch schwächere Hirsche, wie die vom Geweih in mittlerer Höhe verursachten Kratzer zeigen. Wer genau hinschaut findet auch Borsten und Haar als zusätzlichen Hinweis auf die Besucher. Hier sind die Vorpächter dem Wild dicht auf die Decke bzw. Schwarte gerückt. Wer seinen Sitz in halber Schrotschussentfernung zur Suhle platziert, darf sich nicht wundern, wenn das Wild bald den Platz nur aufsucht, wenn der Jäger weit weg ist. An dieser Suhle hat die Zeit für das Wild gearbeitet. Seit die Kanzel baufällig und fast eingewachsen ist und nicht mehr bezogen werden kann, nutzt das Wild auch wieder die Suhle. Verlässlich fast über ganze Jahr angenommen ist auch die große Suhle im östlichen Revier. Am aufgewühlten Schlamm im Wasser kann man erkennen, wann Sauen da waren und von welchem Kaliber sie waren. Auf diesem Bild ist das Wasser schon relativ klar. Für den Jäger heißt das: Die Sauen waren nicht in der letzten, wohl aber in der vorletzten Nacht an der Suhle. Beim Bau der Kanzel im Hintergrund hatten die früheren Pächter zwar die Suhle im Auge, weniger jedoch den Wind. So ist es trotz der relativ dichten Kanzel nur bei Ostwind möglich, dort auf Sauen anzusitzen. Der vorherrschende Westwind drückt die Witterung des Jägers direkt zur Suhle hin. Wir denken deshalb über einen veränderten Standort und eine größere Kanzelhöhe nach.
Hochwild, das aus der Suhle kommt, schätzt es, sich an Bäumen mit rauher Rinde kräftig zu scheuern. Es geht ihm sicherlich darum, sich von allen möglichen Plagegeistern zu befreien. Besonders schätzt es suhlendes Wild, sich an geteerten Stämmen zu reiben. Wo noch die alten hölzernen, mit Teer gegen Fäulnis imprägnierten Telefon- oder Lichtmasten stehen, kann man beobachten, wie diese gezielt von Rot- und Schwarzwild zur Körperpflege aufgesucht werden. An den beiden oberen Malbäumen haben nicht nur geringe Sauen ihre Schwarte gescheuert.
Die kleineren Sauen geben sich schon einmal mit einem Baumstubben zufrieden. Malbäume heißen sie, weil das Wild sie mit Schlamm bemalt, weil es sein Bild auf den Stamm malt, seine Visitenkarte hinterlässt. Wer Malbäume aufmerksam studiert, dem erzählen sie, welches Wild seine Decke bzw. Schwarte an ihnen gerieben hat. Man findet Haare und Borsten, die Rückschlüsse auf das Wild geben, das hier Wohlbefinden gesucht hat. Man findet aber auch die Einschläge der Keilerwaffen und die Kratzer der Geweihsprossen. An deren Ausprägung lassen sich neben den in den Boden rund um den Malbaum eingestanzten Tritte recht genaue Rückschlüsse auf die Stärke von Keiler und Hirsch schließen. Jäger erhöhen die Anziehungskraft der Malbäume, indem sie deren Fuß mit Holzkohlenteer einstreichen. Holzkohlenteer ist ein Stoff, der bei schwelender Verbrennung entsteht. Er kommt überall dort - praktisch natürlich - im Wald vor, wo Forstarbeiter Holzabfälle verbrennen. Solche Brandplätze sind mit ihrer Asche und dem angefallenen Holzkohlenteer ein Magnet für alles Wild. Gleiches gilt auch für alte und neue Köhlerplätze, an denen Holz zu Holzkohle verschwelt wird.
Am einfachsten ist es, den Salzstein auf einem Stubben auszulegen. Vorteilhafter und vor dem Fuchs geschützt plaziert man den Salzstein auf einem geköpften Stamm in luftiger Höhe. Ein Nagel sichert den Stein. Das Wild holt sich das Salz in geringer Konzentration am Stamm. Salzlecken galten schon bei den Naturvölkern als aussichtsreiche, erfolgsversprechende Ansitzplätze. Auch Hemingway hat an der Salzlecke im afrikanischen Busch auf Kudus gelauert. Wir bieten heute unserem Wild Salz in verschiedener Form an: als loses Salz, Bruchsalz und als industriell geformte Salz- bzw Mineralsteine Loses Salz arbeiten wir in einer Holzkiste oder einem anderen Gefäß in mit Wasser angereichertem Lehm ein. Diese Erdsulzen oder Lehmsulzen werden von allem Wild bis hin zu den Tauben gerne aufgesucht und angenommen. Ein Nachteil ergibt sich durch ihren niedrigen Stand, sie werden sehr gerne und leicht vom Fuchs mit Losung beschmutzt. Dieses Problem stellt sich bei höher angelegten Salzlecken nicht. Deshalb versuchen wir, unser salz möglichst hoch anzubringen, auf hohen Stubben, abgeschnittenen Baumstümpfen oder eingegrabenen Pfosten. Es ist dabei nicht notwendig, daß das Wild direkt am Salz lecken kann, denn der Regen spült genug Salz am Stamm entlang, so daß das Wild ausreichend Salz aufnehmen kann. Industriell gefertigte Lecksteine lassen sich leicht anbringen, sie haben ein Loch in der Mitte.Entweder schlagen wir auf einem Baumabschnitt in 1 bis 2 m Höhe einen Nagel ein, auf den wir den Stein stülpen, so daß er nicht mehr heruntergestoßen werden kann, oder wir ziehen ein Seil durch die Öse des Steins und binden ihn einfach irgendwo an einen Baum. Für Bruchsalz nageln wir einen Korb um einen Stammabschnitt, damit die Salzbrocken nicht herunterfallen können. Halten Sie jetzt noch den Boden um den Salzstock herum frei, können Sie leicht an den Fährten erkennen, wer die Salzlecke heimlich besucht.
Eine andere Art der Lockjagd ist die Kirrjagd. Bei den Aufnahmen handelt es sich um Bilder, Kirren hilft, das Wild präzise anzusprechen und schussgerecht zu stellen. Diese Kirrung in meinen neuen Revier habe ich nicht übernommen,
sondern sogleich stillgelegt. Mehr zum Thema Kirr-Jagd finden Sie unter jagdpraxis.de/kirrungen.htm Bei der Kirrjagd wird das Wild mit kleinen Mengen leckeren Futters beigelockt. Mais ist inzwischen zum Standard-Kirrfutter geworden. Mais-Körner sind haltbar, nahrhaft und beim Wild begehrt. Weizen oder Gerste tun ähnlich gute Dienste. Hie und da haben Jäger auch nahe Beziehungen zu Gemüsehändlern und Großmärkten. Da kann es schon einmal sein, dass der Keiler mit Feigen oder Erdnüssen angekirrt wird. Und damit sind wir schon bei dem Wild, das besonders gerne angekirrt wird, beim Schwarzwild. Von Anglern kennt man schon lange, dass sie beim Fang von Fischen auf Futter vertrauen. Das gilt beim Fang von Karpfen genauso wie beim Hechtfang oder der Fliege beim Forellenangeln. Von der Jagd kannte ich das weniger, bis ich dann bei den Gesprächen nach dem Ansitz genauer hinhörte und heraushörte, dass schon immer bei der Sauenjagd mit Futter nachgeholfen wurde. Eimal erlebte ich, wie ein Jagdfreund ein von einem anderen Freund im August gestreckten Feisthirsch in den Äser schaute und sich dann so beiläufig über die in dessen Revier so früh reifen Äpfel wunderte. Waldjäger, vor allem Förster, haben es bei der Jagd immer ein wenig leichter. Sie betreuen die Waldreviere mit meist großen Dickungskomplexen, in denen sich Rot- und Schwarzwild vertrauter geben und leichter bejagbar sind. Feld- und Wald-Feld-Rand-Jäger mussten und müssen sich ihre Jagdchancen bei der Schwarzwildjagd mit Kirrungen verbessern. Lange Zeit war ich kein Freund der Jagd an Kirrungen. Inzwischen habe ich meine Meinung geändert und halte die Jagd an Kirrungen - so sie fair und sauber ausgeführt wird- für die schonendste Möglichkeit, Wildbestände im Griff zu behalten und so genau wie möglich den Wahlabschuss zu erfüllen. Wild kann nur beim vertrauten Äsen so exakt wie möglich und zu präzise wie möglich bejagt werden. An Kirrungen und den im Prinzip gleich gestellten Äsungsflächen ist es möglich, das Wild in Ruhe und so präzise zu treffen, dass unsere modernen Patronen ihre volle Wirkung entfalten und das Wild im Schuss verendet. Bei sich bewegendem oder gar flüchtigem Wild sind stets viele Unwägbarkeiten im Spiel und ein guter Teil der beschossenen Stücke kommt erst nach mehreren Schüssen oder gar nach langer Nachsuche zur Strecke. Bei allen Vorbehalten gegen die Jagd auf Äsungsfächen und an Kirrungen sollte man stets den tierschonenden Aspekt der stillen Kirrjagd im Auge behalten. Hinsichtlich der Anlage von Kirrungen sollte man immer an das Prinzip des möglichst guten Ansprechens und des sauberen Schusses denken. Deshalb ist es sinnvoll, an der Kirrung mehrere kleine Futterplätze einzurichten, um Rudel oder Rotte zu entzerren. So kann klar angesprochen und gefahrlos für die übrigen Stücke geschossen werden. Die abgebildete Kirrung aus einem herrschaftlichen Revier erfüllt diese Kriterien nicht. Zwar stehen die Stücke gut zum Ansprechen, jeder Schuss auf eines der vorderen Stücke würde aber unmittelbar eines der dahinter stehenden Stücke gefährden. Bedenke das Ende: Hier hat es der Revierjäger gut gemeint aber falsch gemacht. Sicherlich kann man eine Rotte entzerren, wenn man den Mais auf viele kleine Häufchen verteilt. Hier kann die gute Absicht böse Folgen haben. Stehen die Sauen an der Kirrung, so kann man hier kaum verantwortlich schießen. Durchschlagende Geschossteile gefährden die weiter hinten stehenden Stücke. Die Kirrplätze dürfen nicht hintereinander angeordnet sein, sie müssen nebeneinander, zumindest aber versetzt zueinander angelegt werden. Nur dann gefährdet der Schuss keine weiteren Stücke. Wer nicht regelmäßig Zeit hat, seine Kirrungen zu beschicken, nutzt Vorrichtungen, die den Sauen ihre Maisportion auf Anfrage abgeben. Hier sind der Erfindungsgabe kaum Grenzen gesetzt. Die beiden abgebildete Futterfässer konnte ich vor Jahren im Hintertaunus in fremden Reveren fotografieren. Wer keine so guten Beziehungen zu Brauereien hat, findet heute überall Kanister und Fässer unterschiedlichen Materials, die sich mit wenig Aufwand zu Kirr-Fässern herrichten lassen.
Während das Fass auf dem linken Bild frei auf einer ebenen Fläche bewegt werden kann, ist das Fass auf dem rechten Bild wegen der Hanglage des Kirrplattzes angekettet. Eine andere patente Konstruktion bietet Platz für einen ganzen Sack Mais. Durch die seitliche Plexiglasscheibe ist der Füllstand schon von weitem zu erkennen. Das den Sauen zugängliche Pendel kann so eingestellt werden, dass täglich nur begrenzte Futtermengen zugänglich werden. Die Befüllung erfolgt bei angehobenem Deckel.
Mit der Motorsäge geschnittene Blumentröge haben mich auf die Idee gebracht, Kirrungströge für Sauen aus Stämmen zu schneiden. Sie ersetzen zwar nicht die im Handel erhältlichen Sautrommeln, verhindern aber, dass sich Rehwild, Eichhörnchen und Vögel über Tag am ausgestreuten Futter bedienen und den Sauen nichts übrig bleibt. Während des Motorsägen-Workshops haben wir ein wenig experimentiert. Herausgekommen sind zwei interessante Behälter, die sich optimal der Natur anpassen und die ausgelegten Kirrkörner perfekt vor Wild, Vögeln und Mäusen schützen. Allerdings muss man den Sauen erst beibringen, den Trog zu bedienen. Das dauert eine Weile. Das KnowHow kann aber auch verlorengehen und muss dann bei anderen Sauen neu trainiert werden. Bei der letzten Drückjagd ist praktisch unsere komplette standorttreue Rotte im Nachbar-Revier erlegt worden. Damit ist das KnowHow des Trogöffnens verloren gegangen. Im Augenblick geht keine 'Sau' mehr an Tröge, Stämme und Klötze. Zunächst stelle ich Ihnen den Sauentrog vor:
Eine rollende Alternative zum Sauentrog ist die Sauenrolle. Man braucht nicht mehr als einen 50-80 cm langen Stammabschnitt, eine scharfe Säge und eine Viertelstunde Zeit, um diese interessante Kirrungs-Rolle zu schneiden und zusammenzubauen.
Allerdings muss man den Sauen erst beibringen, die Sauenrolle zu bedienen. Das dauert eine Weile. Das KnowHow kann aber auch verlorengehen und muss dann bei anderen Sauen neu trainiert werden. Bei der letzten Drückjagd ist praktisch unsere komplette standorttreue Rotte im Nachbar-Revier erlegt worden. Damit ist das KnowHow des Trogöffnens verloren gegangen. Im Augenblick geht keine 'Sau' mehr an Tröge, Stämme und Klötze. Der Sauen-Teller Sauenteller mit Abdeckung sind ein probates preiswertes Mittel, Sauen Mais
anzubieten Sicherheits-Hinweis: - Schneiden Sie zuerst die
Vertiefung beim Stamm-Abschnitt aus. Eine andere, ganz einfache aber ebenfalls effektive Variante ist der Sauenteller. Bei uns im Wald bleiben nach Forstarbeiten regelmäßig die für den Holzschnitt nicht verwertbaren Stammfüße liegen. In wenigen Minuten kann man aus geeigneten Stammfüßen mehrere Stammscheiben schneiden. Mit 4 Tauchschnitten schneiden wir dann eine einfache pyramidenförmige Vertiefung in jede 2 Scheibe. . Diese Vertiefung ist geeignet, eine Handvoll Mais aufzunehmen. Um zu verhindern, dass die Maiskörner von anderem Wild oder von Vögeln aufgenommen werden, decken wir den Futterteller einfach mit einer zweiten Holzscheibe ab.
Sind die Sauen im Revier schon daran gewöhnt, Mais aus diversen Vorratsbehältern aufzunehmen, werden sie die Sauenteller sehr schnell annehmen. Wenn nicht, müssen sie erst lernen, den Deckel von den Sauentellern herunterzustoßen. Das erreichen wir sehr schnell, indem wir unter und rund um den Sauenteller Maiskörner streuen. So stoßen Sauen die ganze Vorrichtung zufällig bei der Körneraufnahme um. Lernfähig, wie Sauen sind, begreifen sie schnell, dass in den Futtertellern leckere Körner auf sie warten. Es dauert in aller Regel nur wenige Tage, bis die Sauen-Teller verlässlich angenommen werden. Allerdings funktioniert die schnelle Annahme nur an Plätzen, die Sauen schon regelmäßig aufsuchen. Zur Einrichtung eines neuen Kirrungsplatzes sind Sauenteller weniger geeignet. Allerdings muss man den Sauen erst beibringen, die Teller zu bedienen. Das dauert eine Weile. Das KnowHow kann aber auch verlorengehen wenn die bedienungsfähigen Sauen erlegt werden. Dann muss man die anderen wieder langsam antrainieren. Bei der letzten Drückjagd ist praktisch unsere komplette standorttreue Rotte im Nachbar-Revier erlegt worden. Damit ist auch das KnowHow des Trogöffnens verloren gegangen. Im Augenblick geht keine 'Sau' mehr an Tröge, Stämme und Klötze. Luderschacht ? Angefangen habe ich auf Empfehlung von Fachleuten mit Luderschächten. Selbst anfallendes Weichholz lockt den Fuchs an.
So lange ich zurückdenken kann, gehörte die winterliche Wildfütterung zu den jagdlichen Selbstverständlichkeiten in den meisten Taunus-Revieren. Anders als heute war seinerzeit das Futterangebot nicht so reichlich wie heute. Als Kinder verdienten wir uns gerne die eine oder andere zusätzliche Mark, indem wir Kastanien und Eicheln für die Wildfütterung sammelten.
Zwei dieser liebevoll während der Jagdzeit meines Vorvorgängers errichteten und betriebenen Fütterungen stehen noch verwaist im Revier. Sie stammen aus einer Zeit, in der die Winterfütterung akzeptiert und geschätzt war. Aus Pietät und auch wegen des gefälligen Bildes habe ich die Fütterungen nicht abgerissen, obwohl sie nicht mehr genutzt werden.. Wesentliche Bausteine des Winterfutters waren Heu und Rüben. Als Leckerbissen gab es dann hin und wieder die eine oder andere Handvoll Futterhafer. Dazu legten wir die Strünke abgeernteter Rosenkohl-Pflanzen aus. Mit dem Wirtschaftswunder blühten auch die heimischen Apfelwein-Keltereien. Als sich herumsprach, wie anziehend der Apfeltrester wirkte, gab es kaum ein Taunusrevier, in dem sich der Trester nicht türmte. Reh- und Rotwild lieben den Apfeltrester und danken für die Trestergaben, indem sie in den Trester-Revieren auch bei hohen Beständen praktisch nicht schälen. Mehr zu den Themen Kirrung und Fütterung in der Folge.
Kapitel für Kapitel schreibe ich hier das Handbuch der Jagdpraxis.
Diese Vorlage entspricht ungefähr dem Format, in dem das Handbuch der Jagdpraxis veröffentlicht werden wird. Weil die Fertigstellung, der Druck und der Vertrieb eines Buches relativ teuer ist, habe ich mich für ein Online-Buch entschieden, das aus PDF-Dateien und JPEG-Bildern Seite für Seite aufgebaut wird. Näheres im Laufe des Sommers. Revier-Einrichtung mit www.stihl.de August 2006 Wenn die Getreidefelder abgeerntet sind, bleibt als letzte Feldfrucht der Mais in unserem Revier. Die Maisfelder sind verteilt wie die Haare auf meinem Kopf: In der Mitte wenig, außen herum aber zum Wald hin umso mehr. Insgesamt ist die Fläche in der Folge des Bewirtschaftungszyklusses der Bauern und der Erweiterung der Flächen für eine Biogasanlage in diesem Jahr noch einmal um bestimmt ein Viertel gewachsen. Grob geschätzt stehen in diesem Jahr an die 60 Hektar Mais im Revier. Der Sauenbestand war zum Ende des Jagdjahres in der Folge scharfer Bejagung in allen Revieren relativ gering. Wenn wir die bekannten Bachen-Frischlingsrotten auszählen, zählen wir aber dennoch wieder annährend 30 Bachen und Frischlinge, die ihren Einstand im Revier haben und ihre nächtlichen Ausflüge in die Maisfelder verlegen. Mit Elektrozäunen ist den großen Flächen nicht mehr beizukommen. Wer hat die Zeit und die Kraft, so viele verteilte Flächen einzuzäunen und die Zäune regelmäßig warten und zu kontrollieren. Elektrozäune werden wir deshalb allenfalls nur an den Einwechsel-Bereichen einsetzen. Ansonsten werden wir auf intensive Ablenkung, auf gezielte Jagd an schadensgefährdeten Flächen und auf Ultraschall setzen. Für die gezielte Jagd bereiten wir derzeit eine kleine Serie maishoher H-Kanzeln vor, die nach der Maiszeit im offenen Feld als für Fuchs- und Rehwildabschuss genutzt werden sollen.
Bauanleitung
Juli 2006 Überall im Revier reift das Getreide. Einzelne Weizenäcker sind schon gereift, andere
stehen noch in der Milch. Darunter ein Weizenschlag nahe dem Sommereinstand der Sauen.
Lange Zeit bewegte sich nichts. Keine Fährte, kein Wechsel führte in den Weizen hinein.
Beim Kontrollgang in der 2. Juliwoche stießen wir dann auf die ersten Lagerplätze. Wenig
Tage später mehrten sich Fährten und Wechsel und auch die Lager- und Fraßplätze wurden
größer. Wir platzierten die Kanzel auf dem Scheitel des Ackers, um beide Seiten überschauen zu können. Vom Ansitz aus bietet sich ein guter Blick auf Weizenfeld, Maisrand, angrenzende Wiese und den dahinter liegenden Wald. Die Sauen gingen aber nicht auf unsere Taktik ein. Sie waren wohl noch ein Stück schlauer als wir. Sie mieden den Stellplatz der Feldkanzel für einige Tage und schlugen dann wenige Tage später, als wir nicht mehr mit ihnen rechneten, erneut zu. Auch wenn wir kein Stück Schwarzwild erlegen konnten, hat die Kanzel jedoch geholfen, größeren Schaden abzuwehren. Nach der Weizenernte werden wir sie als Plattform für die Maisjagd nutzen, bevor sie dann als halb geschlossene Kanzel einen festen Platz im Feld erhält.
Unser Jagdwagen In den ersten beiden Jahren hatten wir keinen Platz im Revier, an dem wir uns für die Jagd, für Revierarbeiten und nach der Jagd verabreden und treffen konnten. Das musste anders werden. Weil der Aufwand für Genehmigung und Bau einer Jagdhütte einfach zu groß gewesen wäre, verabredeten wir mit Jagdgenossenschaft, Gemeinde und dem zuständigen Forstamt, einen Bauwagen direkt neben dem Waldkindergarten aufstellen zu dürfen. Ein guter Freund besorgte einen ausgedienten Bauwagen und schleppte ihn auch direkt zum geplanten Stellplatz. Seit Sommer steht der Wagen nun fest an seinem Platz. In einem ersten Schritt habe ich die 'Außenanlagen' schon ein wenig hergerichtet. Wagen und Außenanlage mussten sich in den Herbstferien als Waldschule für die Kinder des Waldkindergartens bewähren. Mit der Aktion www.kinderlernenlesen.de habe ich während der Herbstferien den Grundstein für eine gute Nachbarschaft zwischen Waldkindergarten und uns Jägern gelegt. Ich stelle mir noch eine Reihe weiterer Aktionen vor, mit denen ich für eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten und für ein natürliches Verständnis von der Jagd werben möchte.
Direkt neben der Hütte des Waldkindergartens steht unser Bauwagen. Bis zum echten Jagdwagen ist noch eine ganze Menge Arbeit nötig. Ich denke, dass wir das über Winter hinkriegen.
Wer ein Revier übernimmt, sieht sich das Revier zunächst einmal an, macht eine Bestandsaufnahmne der Gesamtsituation und beginnt dann mit der Planung der Reviereinrichtungen.
Dabei ist eine Revierkarte ein wichtiger Helfer. Auch Jagdgästen dient die Revierkarte der besseren Orientierung. Im Idealfall - der aus urheberrechtlichen Gründen verboten ist - fertigen Sie von Ihrer Revierkarte einige Kopien an, die Sie Ihren Jagdgästen zur Orientierung aushändigen.
Hochsitze Schon lange machen sich Jäger die Vorteile erhöhter Ansitzpunkte zunutze. Hochsitze - einfache Baumsitze, Ansitzleitern und Kanzeln - bieten dem Jäger einen besseren Überblick, lassen ihn sicherer schießen und machen ihn unabhängiger von den herrschenden Windverhältnissen. Ob sich der Jäger für eine Ansitzleiter, eine geschlossene Kanzel oder eine der vielen Zwischenformen entscheidet hängt vor allem von den jagdlichen Möglichkeiten ab, nicht unerheblich aber auch von den jagdlichen Zwängen der Abschußerfüllung und der Wildschadensverhütung.Konstruktion und Ausführung aller Ansitzeinrichtungen richten sich nach einer Reihe von Gesichtspunkten, von denen die beiden wichtigsten schon an dieser Stelle aufgeführt werden sollen:
Die Wahl des Standortes für einen Hochsitz hängt von den jagdlichen Bedingungen im Revier ab. Ein gut gewählter Platz ist für den Jagderfolg entscheidender als die Art oder Höhe der Ansitzeinrichtung. Der Platz für eine Leiter oder eine Kanzel soll so gewählt werden, daß der Jäger sie ohne Störung beziehen und velassen kann. Nur so bleibt das Wild vertraut, und läßt sich sicher ansprechen und erfolgreich bejagen. Deshalb gehören Ansitze weder in die Einstände des Wildes hinein noch direkt an den Rand einer Dickung. Schon beim Anmarsch bemerkt das Wild den unvorsichtigen Jäger und tritt unbemerkt an einer anderen Stelle aus.Deshalb berücksichtigen wir bei der Planung des Hochsitzes die möglichen Anmarschwege. Wir richten den Hochsitz so aus, daß wir weder beim Angehen noch auf dem Heimweg die Wechsel des Wildes überlaufen, da wir uns sonst selbst um Anblick oder gar jagdlichen Erfolg bringen. Unvorsichtige Jäger haben heimliches Wild. Aus diesem Grund verzichten alte und erfahrene Jäger so gut es geht auf heimliche und stille Pirschpfade. Sie benutzen nach Möglichkeit häufig begangene und befahrene Wege zur Kanzel. Allenfalls für die letzten Meter legen sie einen gedeckten Pirschpfad an. Der jagdliche Erfolg gibt ihnen Recht. Der WindBevor wir eine Kanzel oder eine Leiter errichten, versuchen wir, soviel wie möglich von den Windverhältnissen in Erfahrung zu bringen. Das ist schwierig und vor allem langwierig, weil der Wind abhängig von der Wetterlage, aber auch von den Tageszeiten und Jahreszeiten wechseln kann. Weil Windverhältnisse von vielen Faktoren abhängen, verzichte ich darauf, die eine oder andere halbwegs verläßliche Regel anzugeben und empfehle Ihnen statt dessen, die jeweiligen Windströmungen empirisch, also durch Erfahrung und Beobachtung zu ermitteln. Dabei hilft eine mobile Leiter. Diese stellen Sie für einige Zeit dort auf, wo sie eine feste Ansitzleiter oder eine Kanzel errichten wollen. Tritt das Wild - zumindest bei der vorherrschenden Windlage - weiterhin vertraut aus, so ist der Standort gut gewählt. Springt das Wild jedoch schon kurz nach dem Austreten ab, suchen Sie eine geeignetere Stelle für den geplanten Sitz. Mit Seifenblasen können Sie kleinräumige Windströmungen gut verfolgen. An Waldrändern, auf kleinen Blößen oder in engen Tälern. Auch mit einem nicht mehr ganz so prall gasgefüllten Luftballon. Zuverlässiger und vor allem weiträumiger erkennen Sie die Windrichtung mit Hilfe von Rauch. Ein Rauchtopf, in der Höhe des geplanten Sitzes befestigt, zeigt zuverlässig die Windströmung auch über längere Strecken. Selbst wenn Sie den Rauch nicht mehr sehen können, können Sie Ihn noch auf hundert und mehr Meter riechen. Sie werden staunen, welch verschlungene Wege der Wind einschlagen kann. Wer sich unabhängiger von herrschenden Windverhältnissen machen will, errichtet an allen wichtigen Blößen, Feldern, Wiesen oder Kahlschlägen zwei sich gegenüberliegende Ansitzeinrichtungen. Je nach der vorherrschenden Windlage beziehen Sie die eine oder die andere Kanzel oder Leiter. Den einfühlsamen Jäger erkennt man an vertraut austretendem Wild. Man könnte einen großen Teil des Abschusses im Revier ganz ohne Hochsitze erfüllen. Es gibt aber vor allem zwei gute Argumente, die Jagd vornehmlich von Hochsitzen aus auszuüben:
Möglichst störungsfreie Bejagung Aspekt wird an dieser Kanzel besonders deutlich. Sie liegt an einem häufig begangenen und befahrenen Feldweg. An dieser Stelle ist das Wild die menschliche Witterung durchaus gewöhnt. Wegen der günstigen Lage ist diese Kanzel gut zu erreichen und kann auch ohne größere Störungen des Wildes wieder verlassen werden.
Kanzel für Naturliebhaber. Bei gutem Wetter sitzt man auf dem Kanzelbalkon, Kanzel mit Weitblick und Innenaufstieg Wenn Sie das Bild aufmerksam betrachten, erkennen Sie, Kanzeln mit Innenaufstieg sind nicht jedermanns Sache. Ich persönlich
schätze sie, Anmerkung zur Konstruktion: Die Traum-Kanzel So stellt man sich Herbstwald und Brunftkanzel vor. Zur Jagd ist sie inzwischen aber weniger geeignet.
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