Hunde 1x1
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Meine Hunde
Hunde-Schule
Nachsuche

Willkommen  beim   Hunde -  1x1

Gute Jagdhunde müssen mehr lernen und können als die meisten anderen Gebrauchshunde.
Deshalb entwickeln sich Hunde, die wie Jagdhunde erzogen werden, zu verlässlichen Begleithunden.
Hier bei www. Hunde-1x1 .com schreibe ich die Neuauflage der Kleinen Hundeschule,
eine Grundausbildung für Begleithunde wie auch Gebrauchshunde.

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Distel vom Hirschberg - Unsere neue Biene
Nachdem unsere alte Biene gestorben war, zog Distel vom Hirschberg als neue Biene in unser Haus ein.

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Am 12. September 2010 war es endlich so weit. Wir konnten Biene abholen. Sie war ausreichend emanzipiert, geimpft und tätowiert. An einem sonnigen Spätsommermorgen machten wir uns auf den Weg zum Züchter. Einer der Welpen war schon am Freitag abgeholt worden. die übrigen werden in den nächsten Tagen ihr zukünftiges Zuhause kennelernen. Während wir die verbliebenen Welpen so gut wie nicht auseinanderhalten konnten, genügte dem Züchter ein Blick, um den richtigen Welpen aus dem Gewusel herauszusuchen. GH züchtet schon sein längerer Zeit erfolgreich Dackel bzw. Teckel als Gebrauchshunde für die Jagd. Allein die Zwingeranlage und eine jährlich sehr begrenzte Zahl von Welpen zeugt von der Ernsthaftigkeit und Gewissenhaftigkeit des Hundezüchters. Obwohl wir schon sehr hundeerfahren sind, hat er uns alle nächsten Schritte und Entwicklungen im ausführlichen Gespräch vorgezeichnet. So gerüstet machten wir uns frohgemut auf den Weg nach Hause.

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Ob sie schon ahnt, dass sich ihr Leben ändern wird ? Mutterhündin Dolly scheint es zu ahnen.
Nach wenigen Kilometern Autofahrt kamen wir zu Hause an. Dort setzen wir Biene erst einmal auf die kleine Wiese hinter unserem Haus. Ganz mutig macht sie sich auf den Weg, um die neue Umgebung zu erkunden. Langsam lotsten wir sie dann in Richtung Haus. Vom Flur aus erkundet sie zuerst das Esszimmer, dann das Wohnzimmer. Logisch, dass fast die ganze Familie zur Begrüßung angetreten war. Auch unser fast 90-jähriger Opa, der all unsere Hunde über die vergangenen 40 Jahre Tag für Tag bei Wind und Wetter ausgeführt und in unserer Abwesenheit betreut hat. Ich denke, er hat nach dem Tod von Finni eine große neue und vor allem frisch erhaltende Aufgabe gefunden.  Am Samstag kam Biene in unser Haus. Den ersten Kontakt hatte sie mir der kleine Wiese hinter dem Haus. Dort hat sie denn auch direkt nach der aufregenden Autofahrt ihr erstes Pfützchen gemacht. Dieser erste Kontakt wirkt jetzt schon positiv nach. Ihr Duft steht jetzt dort, der Platz ist ihr sicher und vertraut. Jedes Mal, wenn wir jetzt rausgehen, gehen wir zuerst zur kleinen Wiesse. Kaum angekommen, setzt sie sich und verrichtet ihr Geschäft. Aller Erfahrung nach hat sie so schon einen großen Schritt in Richtung Stubenreinehit gemacht.  Im Haus selbst stehen noch die beiden Körbchen von ihren Vorgängerinnen. Ohne Zögern hat sie beide in Beschlag genommen. Schon die erste Nacht hat sie ganz brav im kleinen Körbchen verbracht. Auch wenn sie müde wird und eingschläft, tragen wir sie in das kleine Körbchen. Dort hat sie einen warmen, und vor allem sicheren Platz, an dem sie nicht gestört wird, gefunden. Sie weiß das schon zu schätzen.

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Inzwischen ist Biene eine drahtige Dackelhündig geworden. Sie begleitet mich auf allen Reviergängen. Da unser Revier vorwiegend ein Reh- und Schwarzwildrevier ist, werde ich Biene nur für die Nachsuche ausbilden. Einige leichte Totsuchen hat sie schon absolviert. Mit der Ausbildung beginnen wir in diesem Jahr.
Meine Hunde sind alle sehr alt geworden. Sie konnten mich lange begleiten.
Deshalb habe ich nur wenige Hunde besessen. Ihre Zahl war gering.
Die Freude, Erlebnisse und Erfahrungen mit ihnen aber nicht.

Meine Hunde stelle ich Ihnen auf der Seite 'Meine Hunde' vor.
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Er war mein schönster und auch bester: Der Große Münsterländer John Chamavia, genannt Janko,
hat meinen Weg von 1980 bis 1995 begleitet. Jetzt jagt er über den Wolken.
Finni war eine große Herausforderung ....

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Hunde-Erziehung und Hunde-Psychologie

 

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Prinzipiell erziehen sich Hunde ganz von selbst. Nehmen Sie nur die Hunde, die auf Bauernhöfen leben. Denen bringt niemand etwas bei. Die lernen alles von alleine. Aus der Forschung wissen wir, dass sich Hunde ihre Besitzer ganz genau anschauen und ihr ganzes Verhalten auf das Verhalten ihrer Besitzer/innen ausrichten. Das funktioniert auf Bauernhöfen mit ihren großen Freiräumen auch ganz gut. In Dörfern und Städten, mit ihren 'unnatürlichen Lebensumgebungen' ergibt sich jedoch vielfach ein hohes Konflikt-Potenzial. Hier ist es erforderlich, unseren Hunden erzieherische Orientierung zu geben

Wer sich seinen ersten Hund ins Haus holt ist zwangsläufig unsicher. Das fängt mit dem richtigen Füttern an und endet mit der richtigen Erziehung noch lange nicht. Richtig infomiert über Hunde habe ich mich erst, als ich meinen ersten Jagdhund, einen Großen Münsterländer, in unser Rudel holte. Lange bevor wir den Hund aussuchten, hatte ich mich schon mit den Möglichkeiten der damaliegn Zeit informiert. Neben allerlei unwichtiger und unsorgfältig zusammengeschriebener Literatur gab es zwei Quellen, die ich sehr profund empfunden habe. Das waren zum einen die von der Verhaltens-Theorie und -Praxis  bestimmten Bücher von Konrad Lorenz und Eberhard Trummler und auf der anderen Seite Bücher über die Ausbildung von Jagdhunden. Ich habe sie mir alle gekauft, gründlich gelesen und vieles verinnerlicht. Herausragend fand ich die Bücher von Granderath und Tabel. Als Dackel-Halter schätze ich die Bücher von Hans Lux und für die Nachsuche gibt es keine besseren Bücher als die von Frevert und Jan Baca.

Machen Sie sich einmal den Spaß, bei Google das Suchwort Hundeschule einzugeben. Sie erhalten fast eineinhalb Millionen Einträge. Überspitzt könnte man sagen: Bei einem Bestand von etwa 3 Millionen Hunden käme auf jeweils 2 Hunde eine Hundeschule. Das ist natürlich überspitzt gerechnet und formuliert. Aber unverkennbar ist: Hundeschulen boomen. Ich selbst nehme mich da nicht aus. Der Boom der Hundeschulen beruht auf einer großen Verunsicherung der Menschen. Früher war klar: Schäfer haben Schäferhunde, Metzger Rottweiler, Jäger Jagdhunde und alle anderen Spitze, Pudel oder eine Promenadenmischung. Jeder wusste mit seinem Hund umzugehen. Wer keinen Platz hatte, hielt sich keinen Hund und einen unnötigen Fresser holte man sich auch nicht ins Haus. Heute halten Nichtjäger Jagdhunde, Leute ohne Sicherheitsbedarf scharfde  Wachhunde und einige Vernünftige noch Möpse, Pudel oder einen anderen ungefährlichen Hund. Dazu kommt die Mitleid-Szene, die es sich zum Anliegen macht, sogenannte Paria-Hunde aus Spanien zu retten um sie hier im Bekanntenkreis zu vermitteln. Waren früher die Eigenschaften von Rassen bekannt und stets ein wichtiger Grund, einen Hund sorgfältig auszuwählen, führen heute vielfach Leute Hunde, die für sie nicht geeignet sind, für die sie keinen artgemäßen Lebensraum, keine artgemäße Aufgaben haben und für die sie selbst eigentlich nicht qualifiziert sind. Zwangsläufig mehren sich die Fälle, in denen Besitzer/innen nicht mehr Herr oder Frau der Lage sind. Fälle, in denen nicht der Hund nach der Pfeifer der besitzer tanzt sonden die Besitzer nach des Hundes Pfeife. Hier können Hundeschulen helfen. Aber nur dann, wenn der Hundelehrer die gesamte Situation beleuchtet und erzieherische Konsequenzen für beide Seiten ausarbeitet.

Mit dem Hunde-1x1 schreibe ich einen Basis-Kurs für die Hundeerziehung. Weil die Ausbildung von Jagdhunden aber überdurchschnittlich anspruchsvoll ist, eignen sich der Kurs oder einzelne Lektionen des Kurses hervorragend auch für normale Begleithunde. Das Handwerkszeug werde ich sukzessive hier auf dieser WebSite bereitstellen.  Nachfolgend zwei noch unverbindliche Entwürfe für die Hunde-Schule:

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Hier schreibe ich in loser ungeordneter Reihenfolge Gedanken zum Thema Hunde-Psychologie auf. So gesehen ist dies ein Art Sammlung von Aspekten für das später erscheinende Booklet.

Vor einigen Tagen habe ich einen Bericht über die Intelligenz von Hunden gelesen. Vieles in dem Bericht war akzeptabel. Aber eine Rangliste der klugen und dummen Hunde dort aufzulisten halte ich für abenteuerlich.

Jeder weiß oder konnte schon beobachten, wie eng Schäfer und ihre Hunde bei der Führung der Herde zusammenarbeiten. Daraus lässt sich zweifelsfrei schließen dass durch Zuchtauslese und engste Zusammenarbeit Hunde gezüchtet und ausgebildet werden, die über eine besondere Auffassungsgabe verfügen. Das heißt aber nicht, dass Hunde, die nicht nach solchen Kriterien gezüchtet sind und nach ihnen arbeiten weniger intelligent sind. Sie sind nur rassetypisch oder einsatztypisch anders intelligent. Sie überleben nach anderen Kriterien der Intelligenz. 

Nehmen wir nur einmal einen Husky. Seine Rasse hatte nie die Aufgabe, Herden zu hüten. Er ist gezüchtet um unter härtesten Bedingungen als Zugtier Dienste zu leisten. Dabei entwickelt er eine regionaltypische und arbeitsspezifische Intelligenz, die die Intelligenz eines Schäferhundes weit übertrifft, wenn es um Arbeit und Überleben in polaren Regionen geht.

Dieses kleine Beispiel zeigt, dass wir Hunde hinsichtlich ihrer Intelligenz nicht über einen Kamm scheren können. Wir können allenfalls ihre individuelle Intelligenz bewerten. Die aber richtet sich weniger nach den Genen sondern nach dem, was sie im Leben mitkriegen. Der bestveranlagte Hund kann in ungeeigneter Umgebung einfach nicht die Intelligenz entwickeln, die er entwickeln könnte, würde er unter optimalen Lebensbedingungen aufwachsen.

Bei solchen Klassifizierungen dürfen wir auch nicht außer Acht lassen, dass wir unsere Hunde zu Spezialisten gezüchtet haben. Da sollte man Hunde, die fürs Hüten gezüchtet sind nicht mit Hunden vergleichen, die fürs Spurhalten gezüchtet sind. Jeder erbringt in seinem Bereich Höchstleistungen. Der eine hat Hüte-Intelligenz entwickelt, der andere Such-Intelligenz. Wenn ich die Hunde aber nehme und tausche ihre Aufgaben, dann kann ich mit ein wenig mehr Übungseinsatz den Hütehund zum guten Jagdhund und den Jagdhund auch zum Hütehund machen.

Selbst der als besonders intelligent eingestufte BorderCollie bliebe ein 'blöder Hund' , wenn er einsam und ohne geistige Anregung im Zwinger aufwachsen würde.

Ein anderes Beispiel: Meinen ersten Großen Münsterländer hielt ich in den ersten Jahren im Außenzwinger. In einem kalten Winter holte ich ihn schließlich ins Haus. Ich konnte mir bis dahin im Traum nicht vorstellen, welchen Intelligenz-Sprung dieser Hund machte, als er mit uns in engstem Rudel-Kontakt leben konnte.

Also ab in die Mottenkiste mit pauschalen Klassifizierungen und Vor-Urteilen.

Genau so wie man mit dem Strom, also mit dem Wasser leichter schwimmt, muss man Hunde auch unter Beachtung ihrer Natur, also gemäß ihrer Veranlagung ausbilden. Unsere Wolfs- und Hundeforscher haben inzwischen so viel über Psychologie und Lebensweise von Hund und Wolf herausgefunden, dass diese Erkenntnisse zwingend in die Erziehung von Hunden einbezogen werden müssen. Mehr dazu im Laufe von Bienes Erziehung.

Alle unsere Hunde haben schnell gelernt stubenrein zu werden. Dass dies gelingt, liegt weniger an den Hunden als an den Besitzern und an den Wohnumständen. Wer ein Haus mit Garten hat, zu dem der Hund immer dann einen schnellen Zugang findet, wenn es pressiert, kann seinen Hund innerhalb weniger Wocgen zur Stubenreinheit erziehen. Kein Hund verrichtet seine Geschäfte gerne in der Wohnung und auch nicht im Zwinger. Hunde kommen immer in Not, wenn sie müssen, aber dann nicht rechtzeitig aus der Wohnung oder dem Zwinger kommen. Am liebsten verrichten Hunde ihre Geschäfte ein gutes Stück weit weg von Haus und Hof. Das hängt mit ihrer Abstammung von den Wölfen ab. Zur eigenen Sicherheit markieren Sie mit Ihren Ausscheidungen weit weg vom engeren Lebensraum ihr Revier. Ich kenne dieses Verhalten aber auch von vielen andern Tieren. Alle Hunde sind von natur aus sehr reinlich. Sie können es vielfach aber nicht sein, weil ihre Besitzer dafür unsensibel sind oder nicht die Möglichkeit haben, ihren Hund seine Geschäfte abseits von Wohnung oder Haus verrichten zu lassen. Notfalls kann man den Hund aber auch an eine Hunde-Toilette gewöhnen, wenn er nicht zu den erforderlichen Zeiten ausgeführt oder rausgelassen werden kann. 

Um seinen Hund zur schnellen Stubenreinheit zu erziehen, muss man ihn gut beobachten, studieren und seine Nöte vorausahnen. Dazu gibt es ein paar einfache Regeln. Wenn Welpen gefüttert sind, folgt unmittelbar das Bedürfnis, sich zu lösen Ebenso, wenn sie nach einer ihrer häufigen Schlafphasen aufwachen. Wenn sie den kleinen Kerl dann rechtzeitig raus in den Garten oder an einen anderen geeigneten Platz tragen, ist er ruckzuck stubenrein. Es wird dann nicht mehr lange dauern, bis er sich von selbst meldet. Im Idealfall lassen Sie ihn dann ganz einfach raus aus dem Haus oder aus dem Zwinger. Wenn das wegen der Verkehrsgefahren nicht geht, müssen Sie ihn begleiten. Um ihre Nachbarn nicht gegen den Hund aufzubringen, sollten Sie seine Hinterlassenschaften umgehend beseitigen.

Diese Seite und gleichzeitig auch die erste Lektion kann ich schneller als erwartet einfügen. Nachdem sich Biene eingelebt hat, geht sie in immer größeren Kreisen auf Entdeckungsreise. Das ist eine perfekte Situation, um sie an ihren Namen zu gewöhnen. Sie ist zwar auf der einen Seite abenteuerlustig und versucht, die Wohnung wie auch den Garten in immer größeren Kreisen zu erkunden, auf der anderen Seite ist sie aber auch noch sehr ängstlich gegenüber allem Neuen und deswegen besonders bereit, auf Zuruf die sichere Nähe von Frauchen oder Herrchen zu suchen. Um den richtigen Punkt zur Umkehr zu finden, beobachte ich sie jetzt sehr genau. Je zögerlicher sie sich der weiteren Umgebung zuwendet, desto unsicherer ist sie im Innersten. Jetzt ist sie förmlich dankbar, wenn sie gerufen wird und stürmt auf Zurufe wie 'Komm' oder 'Biene' sofort zu mir zurück. Wird sie dann freudig begrüßt und abgeliebelt, weiß sie, dass sie willkommen ist und lernt so, gerne zu kommen. Auf diese Weise lernt sie ganz leicht, auf ihren Namen zu hören und auch gleichzeitig das Kommando 'Komm' zu befolgen. Natürlich darf ich mir nicht einbilden, dass Biene zukünftig immer und vor allem auch immer schnell auf Zuruf zu mir kommen wird. Das stört mich aber nicht, ist dies doch Thema einer späteren Lektion und späteres Lernziel. Im Augenblick haben wir das erste Lernziel erreicht.: Sie hat prinzipiell verknüpft, dass sie auf Zuruf ihres Namens oder eines Kommandos wie 'Komm' zu mir kommt.

Wir trainieren und beachten:

Wir rufen unseren jungen Hund immer wieder beim Namen. Dazu nutzen wir aber nur Situationen, in denen wir unser Ziel leicht und verlässlich erreichen, also in Situationen, in denen sie dankbar ist, zurückkommen zu können und dann, wenn sie nichts Besseres zu tun  hat. Ist der Hund auf eine andere Sache fixiert, ist es im Augenblick sinnlos, ja sogar kontraproduktiv, ihn zu uns rufen zu wollen. Der Hund verknüpft ganz schnell: Lass Frauchen oder Herrchen nur rufen. Ich komme dann, wenn ich will. In solchen Situationen lassen wir unseren Welpen zunächst gewähren, ohne ihn zu rufen. Sind die Situationen gefährlich, so leinen wir den Welpen an oder nehmen ihn hoch.

Wer seinen Hund aufmerksam beobachtet und ihn in möglichst vielen günstigen Situationen ruft, erklärt ihm auf diese Weise erfolgreich, dass man auf den Namensruf   oder 'Komm' auch kommt.

In den nächsten Wochen lernt Biene zuverlässig (so gut das in diesem Alter schon geht ) , auf Ruf zu kommen.

'Sitz' ist eine der leichtesten Übungen für den Hund. Als ich vor knapp 30 Jahren meinen ersten Vorstehhund, einen Großen Münsterländer ausbildete, kaufte ich mir alle verfügbare Literatur über Hunde und Hundeerziehung. Am meisten Literatur und dazu die beste Literatur gab es über die Ausbildung von Jagdhunden. Für mich ist die Ausbildung von Jagdhunden neben der von Blindenhunden nach wie vor die anspruchsvollste Erziehung von Hunden überhaupt, weil sie eine beispiellose Vielseitigkeit verlangt und vor allem von den Hunden verlangt, gegen die eigenen Interessen zu handeln, den Hasen also freudig zu apportieren statt ihn unverzüglich aufzufressen.

In der Folge dieser intensiven Jagdhundeausbildung habe ich die Kleine Hundeschule geschrieben und an verschiedene Verlage geschickt. Geärgert hat es mich, dass kein Verlag die Kleine Hundeschule damals veröffentlichen wollte, geehrt hat es mich, dass die Verlage die damals neuen Lektionen vielfach kopierten und unter anderem meine Sitz-Lektion heute Standard in allen Hundebüchern ist. Dennoch will ich die Lektion heute noch zusammen mit Biene noch einmal ausführlich darstellen

Nach und nach schreibe und fotografiere ich die einzelnen Kapitel des Buches. Wenn die Kapitel komplett sind, soll das Online-Booklet auch als gedrucktes Booklet veröffentlicht werden.