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Fuetterungen
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So lange ich zurückdenken kann, gehörte die winterliche Wildfütterung zu den jagdlichen Selbstverständlichkeiten in den meisten Taunus-Revieren. Anders als heute war seinerzeit das Futterangebot nicht so reichlich wie heute. Als Kinder verdienten wir uns gerne die eine oder andere zusätzliche Mark, indem wir Kastanien und Eicheln für die Wildfütterung sammelten.
Zwei dieser liebevoll während der Jagdzeit meines Vorvorgängers errichteten und betriebenen Fütterungen stehen noch verwaist im Revier. Sie stammen aus einer Zeit, in der die Winterfütterung akzeptiert und geschätzt war. Aus Pietät und auch wegen des gefälligen Bildes habe ich die Fütterungen nicht abgerissen, obwohl sie nicht mehr genutzt werden.. Wesentliche Bausteine des Winterfutters waren Heu und Rüben. Als Leckerbissen gab es dann hin und wieder die eine oder andere Handvoll Futterhafer. Dazu legten wir die Strünke abgeernteter Rosenkohl-Pflanzen aus. Mit dem Wirtschaftswunder blühten auch die heimischen Apfelwein-Keltereien. Als sich herumsprach, wie anziehend der Apfeltrester wirkte, gab es kaum ein Taunusrevier, in dem sich der Trester nicht türmte. Reh- und Rotwild lieben den Apfeltrester und danken für die Trestergaben, indem sie in den Trester-Revieren auch bei hohen Beständen praktisch nicht schälen. Mehr zu den Themen Kirrung und Fütterung in der Folge. |